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    Würzburger Stein (Seite: 2)

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    Würzburger Stein (Seite: 2)

    Eine Besonderheit des Weinberges sind dessen Bodenstruktur: Verwitterter, mineralhaltiger Muschelkalk, in dem stellenweise Lehm- und Tonschichten eingelagert sind, gibt dem Wein besondere Geschmacksnuancen. Darüber hinaus speichert der Kalkboden die Wärme, und die Wasserfläche des Mains reflektiert im Sommer und Herbst das Sonnenlicht.

    Der Würzburger Stein wird seit dem Beginn des Weinbaus in Franken im 8. Jahrhundert als Weinberg bewirtschaftet. Im Gegensatz zu heute war der Weinberg früher parzelliert in viele kleine Terrassen mit einer Vielzahl an Besitzern. Die Rebsorten waren dabei wild gemischt im ‘gemischten Satz’ angebaut, um jahrgangsspezifische Witterungseinflüsse auszugleichen. Ein großer Freund des "Stein-Wein" war der Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Er ließ sich den Stein-Wein aus Würzburg liefern. Die heutige Besitzteilung des Würzburger Steins entwickelte sich erst nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Grundstruktur der Weinbaulage hat sich nach der Flurbereinigung im Jahr 1964 stark verändert. Die Anzahl der Terrassen wurde reduziert, um eine bessere Bewirtschaftung zu ermöglichen. Zugleich wurde die Drainage verbessert und mit gezielter Bepflanzung für Schutz vor Erosionsschäden gesorgt.

    Der Silvaner wird mit 38% Rebfläche am häufigsten angebaut und entwickelt ein für fränkische Weine so typisches Aroma. Gefolgt vom Riesling (31%), Müller-Thurgau (9%) und dem Rieslaner (Kreuzung aus Riesling und Silvaner, 7%). Jeweils 3% Anteil haben Weißburgunder und Traminer. Darüber hinaus werden Scheurebe, Bacchus, Albalonga (Kreuzung aus Rieslaner und Müller-Thurgau), Mariensteiner (Kreuzung aus Rieslaner und Silvaner) und seit 2001 Blaufränkisch (Lemberger Rotwein) angebaut. Beste Beispiele für hervorragende regionaltypische Weine der Top-Lage Würzburger Stein finden Sie beim Weingut Juliusspital und beim Staatlichen Hofkeller Würzburg.

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