
Bis in die 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war in Europa beim Thema Vergärung der Weine noch alles „in Ordnung“, weil das herkömmliche Vorgehen das einzig machbare war. Die Weinmoste durften - wie es Generation um Generation seit Menschengedenken vorher auch machte - spontan vergären, das heißt, die natürlichen Hefen aus dem Weinberg, auf den Traubenbeerenhäuten und vor allem diejenigen, die sich in den Wein-Kellerräumen meist über Jahrzehnte gebildet hatten, starteten mehr oder weniger verlässlich den Gärungsprozess im Most auf ganz natürlichem, vergleichsweise langsamem Wege. Verschiedene vorhandene Hefegattungen und -stämme begannen in einem Milieu von niedrigem ph-Wert, hohem Zuckergehalt, Sauerstoff und relativ niedriger Außentemperatur mit ihrer Vermehrung und wandeln den Zucker in Alkohol und Kohlensäure um - die klassische alkoholische Gärung.
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Keine 500 ha beträgt die Rebfläche Sachsens. Damit zählt das östlichste auch zu den kleinsten Weinbaugebieten Deutschlands. Das Anbaugebiet liegt im Ballungsraum Dresden im Elbtal. Die Lagen befinden sich allerdings, wie man fälschlicherweise vermuten könnte, nicht nur in Sachsen sondern auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Das Anbaugebiet lässt sich in die Bereiche Meißen und Elsteral unterteilen. Der östlichste Weinberg Deutschlands ist der Ostritzer Klosterberg.