"Badischer Wein – von der Sonne verwöhnt". So lautet der allseits bekannte Weinslogan des südlichsten Weinanbaugebiets der Bundesrepublik. Als einziges der 13 Anbaugebiete ist Baden der Weinbauzone B der Europäischen Union zugeordnet. Wie auch das Elsass, die Champagne und das Loire-Tal in Frankreich. Mit seinen rund 15.000 ha Rebfläche und einem Durchschnittsmostertrag von 1,1 Millionen Hektolitern ist Baden das drittgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands. Auf Grund seiner prädestinierten Lage gelten für Baden höhere Mindestanforderungen für Qualitäts – und Prädikatsweine.

Über rund 400 Kilometern Länge erstreckt sich Baden in seiner Nord – Südausdehnung. Neun Anbauzonen verteilen sich vom Bodensee bis nach Tauberfranken. Sonniges und warmes Klima, die geschütze Lage am Rande des Schwarzwaldes und des Odenwaldes sowie die klimatischen Verhältnisse der Oberrheinischen Tiefebene begünstigen den Weinbau in Baden.

Die Beschaffenheit der Böden reicht von Ton – und Mergelböden, über Moränenschutter am Bodensee bis hinzu Keuper und Muschelkalk im Kraichgau. Rebsorten, die besonders von all diesen natürlichen Gegebenheiten profitieren sind vorallem die Burgundersorten. Aber auch Riesling, Gutedel und Silvaner finden herrvoragende Bedingungen, um zu optimaler Reife zu gelangen.

Doch wo hat badischer Wein seinen Ursprung? Neueste Ausgrabungen förderten versteinerte Reste von Reben zu Tage, die auf ein Alter von 60 Millionen Jahren geschätzt wurden. Auch heute noch wachsen in den Auwäldern des Oberrheins vereinzelt die letzetn Exemplare dieser Wildreben.

In Baden kam das Wissen um den Wein um Christi Geburt an. Die Römer waren verantwortlich für den Transfer von Gallien nach Germanien. Etwa 100 Jahre später bauten die im heutigen Baden lebenden Germanen Reben im linksrheinischen Gebiet (heute Elsaß) an. Doch erst viele Jahrhunderte später wurder der Grundstein für eines der bekanntesten Weinbaugebiete gelegt. Im 18. Jahrhunder ordnete Karl Friedrich von Baden den Anbau ausschließlich bester Reben an den Südhängen des Kaiserstuhls an. Seitdem sorgen passionierte Winzer Jahr für Jahr dafür, dass in Zusammenarbeit mit Mutter Natur solche Weine enstehen, die es weltweit in die Gläser von Weinfreunden finden.

Denn was das gute Wetter mit den Trauben anstellt ist unmittelbar schmeckbar. Perfekt ausgereiftes Traubengut, intensive Farben und jede Menge Geschmack sind Folge des Klimaeinflusses und verhelfen den Weinen zu unverkennbaren Charakteristika.