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Roséwein - endlich angekommen!
Es ist noch nicht lange her, da wurde Rosé als nahezu ausschließliche Urlaubserfrischung in südlichen Ländern konsumiert. Es mag daran gelegen haben, dass sich der spätere Weingenuss in der Heimat, egal wie gut der Urlaubs-Rosé die Heimreise in nördliche Gefilde überstanden haben würde, in weniger warmem Umfeld einfach nicht in gleichem Maße einstellen wollte. Oder auch daran, dass sich die (fachlich schwer nachweisbare) Erkenntnis bewahrheitet, dass Rosé mehr als alle anderen Weine generell das Reisen vergleichsweise schlecht übersteht und so geschmackliche Einbußen hat. Zudem hatte der Rosé für lange Zeit auch einfach ein Imageproblem, weil die Weine nur im unteren Preissegment existierten, oft lieblos hergestellt wurden und es so kaum imageverbessernde Weinempfehlungen geben konnte.
Das hat sich nachhaltig geändert: durch verbessertes Wissen um Weinbereitung, durch bessere Technik und geeignetere Rebsorten entstehen heute Weine, die im Schnitt eine deutlich verbesserte Qualität bieten als noch vor Jahren. In Deutschland hängt das auch damit zusammen, dass wegen der Klimaveränderung jetzt internationale Rebsorten Trauben zu optimaler Reife bringen, die deutlich mehr Charakter bieten als die alteingesessenen Sorten. Oft werden die Junganlagen dieser Neuanpflanzungen in den ersten Jahren eher zu Rosé verwendet, bevor später ausdrucksstarke Rotweine entstehen.

Wie entsteht Roséwein?
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Entstehungstechniken für Roséwein, und nicht alle Methoden sind überall zugelassen. Die meistangewandte Methode ist die klassische Kelterung der blauen Trauben, so dass die Schalen nur kurz mit dem Most in Kontakt bleiben. So entstehen farblich sehr helle Roséweine mit eher mild ausgeprägtem Geschmack. Verbleiben die Trauben samt Schale einige Tage mit dem Most in Kontakt, ergeben sich deutlich dunklere und geschmacklich intensivere Roséweine, denn die meisten Aromen der Trauben sitzen in der Schale.

Besonders in Weinanbaugebieten mit Schwerpunkt auf Rotwein ist das sogenannte Saignéeverfahren sehr beliebt. Der Rotweinmaische wird nach 12 bis 48 Stunden etwa 10 bis 15% des Mostes abgezogen (saignée ist der französische Begriff für Aderlass) und getrennt vergoren. Dieser Rosé ist sodann ein Nebenprodukt der Rotweinproduktion, das allerdings aus oft penibel selektiertem Rotweintraubengut entsteht und deshalb durchaus beachtliche Qualitäten erreichen kann.

In Schaumweinregionen und außerhalb der Europäischen Gemeinschaft ist zur Roséherstellung die Beimischung von Rotwein zum Weißwein erlaubt.

Außerdem finden in der industriellen Weinproduktion durch den Einsatz von starken Filtern Schönungen (z.B. durch Aktivkohle) statt, die Rotweinen sowohl Tannine als auch Farbstoffe entziehen. Das Ergebnis sind Weine, denen man neben der roten Farbe auch bedauerlich viele Geschmacksbestandteile entzogen hat. Aber: nicht alles, was technisch möglich und gesetzlich erlaubt ist, kann unter qualitativen Gesichtspunkten für sinnvoll erachtet werden. Wir denken: das lange behutsam aufgebaute Image für solide hergestellte Roséweine wird durch solche glatten Industrieerzeugnisse wieder unnötig zurückgeworfen.

 

Rosé ergibt Sinn - und schmeckt!
Wie bei der Aufzählung der verschiedenen Herstellungsmethoden von Roséwein erwähnt, ergibt es durchaus aus wirtschaftlichen Gründen Sinn Rosé zu produzieren, um etwa Rotweinmost zu konzentrieren und Rotweine dadurch geschmacklich zu verbessern. Und bei jungen Rebgärten ist es schon länger üblich, aus den dunklen, aber noch nicht sehr extraktreichen Trauben zunächst Rosé herzustellen, um nach etwa 3 bis 5 Jahren dann auf Rotweinbereitung umzustellen.

Neben den wirtschaftlichen Gründen gibt es aber auch geschmackliche Gründe. Guter Roséwein hat im Idealfall Eigenständigkeit, durchaus Charakter und zeigt die Typizität der Rebsorten. So entstehen Weine von Tiefe, Finesse und Eleganz, wo man sie eher von Rotweinen kennt, und das mit dem Vorteil, dass diese Attribute im Sommer beim gekühlten Getränk wahrnehmbar sind.

Kompromisslos ausgewählt: das WirWinzer-Rosé-Paket
Wir haben einige Hundert Roséweine aus allen deutschen Weinanbaugebieten verkostet und ein Paket mit ‘Best of’-Qualitäten zusammengestellt, die einerseits bestes handwerkliches Können garantieren, sowie in Bezug auf Stilistiken und Rebsorten eine gewisse Vielfalt bieten und so den Gaumen im positiven Sinne fordern ohne ihn zu überfordern. 6 Weine aus den Anbaugebieten Pfalz, Rheinhessen und Württemberg, 6 hochambitionierte Winzer (2 davon Mitglied des VDP), die Roséwein nicht als wohlfeiles nebenprodukt erachten, sondern ihn gleichberechtigt mit den anderen Weinen mit viel Herzblut zu bester Qualität entwickelt haben.

 

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