Das Mahlen wird auch als Maischen oder Einmaischen bezeichnet und beschreibt den Vorgang, bei dem die Traubenbeeren gequetscht und aufgerissen werden, wodurch der Saft schneller und in höherer Menge abfließen kann. Dabei kann ein weiteres Verfahren, die Vorentsaftung, angewendet werden, wobei ein Teil des Saftes vorher abgezweigt wird. So kann auch der spätere Pressvorgang etwas entlastet werden.

Aus der Vergangenheit kennt man einen ähnlichen Vorgang. Im alten Ägypten hat man die Trauben in Tücher gewickelt und den Saft mittels Zusammenwinden ausgedrückt. Auch die Bilder von Männern und Frauen, die die Maische mit den Füßen in Holzbottichen austreten sind allseits bekannt. Der Vorteil der heutigen Traubenmühlen ist, dass die Traubenkerne nicht zerquetscht werden, denn dadurch würden Bitterstoffe frei.

Kleinere Weingüter mahlen die Trauben auch manchmal direkt im Weinberg. Dabei werden die ganzen Trauben in die Mühle gegeben. Dabei ist Vorsicht geboten weil die Kämme nicht zerquetscht werden dürfen.

Wenn das Weingut ein größerer Betrieb ist, wird meist im Kelterhaus direkt vor dem Pressen gemahlen.
Heute wird auch das Abbeeren angewendet, bei dem die Kämme vor dem Mahlen entfernt werden.