Edelsüßer Wein
Edelsüße Weine – Natürliche Süße, handgemachter Genuss
Edelsüße Weine sind ein echtes Highlight deutscher Weinkunst. Sie verbinden intensive Frucht mit natürlicher Restsüße und feiner Säure. Das macht sie zu besonderen Begleitern für festliche Anlässe, Desserts oder den puren Genuss. Bei WirWinzer kaufen Sie edelsüße Weine direkt vom Winzer – ohne Umwege, mit Herkunft und Handschrift. Weiterlesen
Edelsüsse Weine vs. fruchtsüsse Weine vs. Eisweine
Edelsüße Weine, wie Beerenauslese und Trockenbeerenauslese, entstehen aus Most aus faulen Trauben. Durch feuchtes Wetter werden die Trauben für den Süßwein bei der Reifung vom Schimmelpilz befallen und es entwickelt sich Edelfäule. Es entstehen winzige Poren in der Beerenhaut, wobei das Wasser ganz langsam verdunstet und der Zuckergehalt und die Extraktstoffe für den Süßwein stark konzentriert werden. Die Beeren werden dabei sorgfältig von den Winzern sortiert, um die gewissen Anforderungen der Qualitätsstufen der Süßweine zu erfüllen.
Im Gegensatz dazu werden bei Kabinettweinen und Spätlesen gesunde Trauben gelesen. Diese Weine werden auch fruchtsüße Weine genannt. Die Säurewerte dieser Süßweine liegen dabei im Normalbereich und die Werte der Restsüße liegen häufig zwischen 25 und 80 Gramm Restzucker.
Bei einer weiteren Art des Süßweins, dem Eiswein dürfen nur gesunde, gefrorene Trauben bei mindestens -7° Celsius gelesen werden. Die Trauben bleiben hierbei bis Januar, in manchen Fällen auch bis Februar am Rebstock. Durch Kälte und Frost kristallisiert das Wasser in den Beeren zu Eis und beim Pressen trennen sich in der Traube Wasser und Fruchtsäure Bestandteile. Dabei wir nur eine kleine Menge an hochkonzentrierten Saft für den Süßwein gewonnen. Generell gilt: Bei einem milden Winter, wird die Herstellung des Eisweines sehr unrealistisch und es droht der Totalverlust der Ernte. Deshalb werden Eisweine zu einer sehr gefragten, raren und hochwertigen Weinart.
Süsswein - Restzucker, Alkoholgehalt, Preis und Trinktemperatur
Die genannten Qualitätsstufen des Süßweins werden in erster Linie durch das Mostgewicht des Weines ermittelt. Edelsüße Weine enthalten zumeist 100 Gramm Restzucker. Da die Süßweine aber auch oft doppelt so viel Säure enthalten, wie Weine von normal gelesenen Trauben, kann man bei edelsüßen Weinen ausdrucks- und charakterstarke Weine erwarten. Das Zusammenspiel von Säure und Süße ist dabei das wichtigste Attribut.
Insgesamt weisen Süßweine einen eher niedrigen Alkoholgehalt auf, der oftmals um die 10% Vol. oder auch darunter liegt. Dies begünstigt eine höhere Restsüße noch weiter.
Aufgrund dem Arbeitsaufwand der Handlese und dem verbundenen Kostenaufwand zählen Süßweine nicht zu den billigsten Weinen. Im Allgemeinen wird die Qualität bei der Herstellung von Süßweinen sehr groß geschrieben.
Bei Süßweinen empfiehlt sich zudem eine Trinktemperatur zwischen 12 und 16° Celsius. Sollte der Süßwein unharmonisch wirken, kann ein kurzes Herunterkühlen die Süße mildern und ihm eine angenehmere Trinkbarkeit verleihen.
Was bedeutet edelsüß?
Ein edelsüßer Wein entsteht durch die natürliche Süße der Trauben. Die Früchte bleiben lange am Rebstock, bis sie überreif, edelfaul oder gefroren sind. So entsteht ein konzentrierter Most mit hohem Zuckergehalt. Die Gärung wird früh gestoppt. Der Zucker bleibt im Wein – und sorgt für einen intensiven, aber eleganten Geschmack.
Diese Weine wirken süß, aber nie schwer. Eine klare Säure sorgt für Frische und Balance. So entstehen edelsüße Weine mit Tiefe, Länge und Lagerpotenzial.
Die Prädikatsstufen – Qualität erkennen
In Deutschland unterscheidet man vier Prädikatsstufen für edelsüße Weine:
- Auslese: Aus reifen, gesunden Trauben gelesen. Fruchtig, leicht süß und sehr beliebt.
- Beerenauslese: Nur edelfaule oder überreife Beeren werden verwendet. Deutlich süßer, intensiver und komplexer.
- Trockenbeerenauslese (TBA): Aus rosinenartig eingetrockneten Beeren. Extrem süß, dicht und jahrzehntelang haltbar.
- Eiswein: Gefrorene Trauben werden bei –7 °C oder kälter geerntet. Frisch, süß und hochkonzentriert.
Alle diese Weine zählen zu den edelsüßen Prädikatsweinen – handgelesen, rar und einzigartig.
Welche Rebsorten eignen sich?
Für edelsüße Weißweine ist Riesling die erste Wahl. Seine natürliche Säure passt perfekt zur Süße. Auch Gewürztraminer, Scheurebe, die hocharomatische Huxelrebe Silvaner oder Weißburgunder bringen edelsüße Weine mit Charakter hervor.Als echter Geheimtipp gilt hier zudem die frühreifende Rarität Ortega, die als Auslese mit milder Säure und opulentem Pfirsich- und Honigduft glänzt. Bei den Rotweinen sind Spätburgunder und Dornfelder in der edelsüßen Variante gefragt – fruchtig, samtig und ausdrucksstark.
Woher kommen die besten edelsüßen Weine?
In Deutschland gibt es viele Regionen mit idealem Klima für edelsüße Spezialitäten:
- Mosel: Leicht, filigran, mit mineralischer Frische
- Rheingau: Feinfruchtig und elegant
- Pfalz: Kraftvoll, aromatisch und gut strukturiert
- Franken und Württemberg: Regionale Spezialitäten mit Charakter
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WirWinzer FAQ - die meistgestellten Süsswein Fragen
Was ist edelsüß bei Wein?
Edelsüße Weine entsteht durch Edelfäule. Edelfäule entsteht durch den Pilz Botrytis, der die Traubenschale durchlöchert, sodass das Wasser in der Beere verdunstet. Dementsprechend hoch ist die Zuckerkonzentration in der Traube und im späteren Wein.
Welche Weine sind süß?
Süße Weine haben einen Restzuckergehalt von mindestens 45 Gramm pro Liter. Wenn die Kennzeichnung “süß” auf dem Etikett nicht geschrieben steht gibt ein niedriger Alkoholgehalt einen ersten Anhaltspunkt. Wer sicher gehen möchte sollte jedoch beim Verkäufer oder Winzer*In nachfragen.
Was ist die Beerenauslese?
Eine Beerenauslese ist ein edelsüßer Wein, der in die Kategorie Qualitätswein mit Prädikat zählt. Die Trauben werden überreif mit Edelfäule geerntet und bringen volle und fruchtige Weine hervor, die durch den hohen Restzuckergehalt in die Kategorie der edelsüßen Weine gehören.
Welcher Wein ist lieblich?
Lieblich sind Weine, die einen Restzuckergehalt zwischen zwölf und 45 Gramm pro Liter haben. Sowohl Rotweine, als auch Weißweine können in diese Kategorie fallen. Typische Rebsorten, die gerne lieblich ausgebaut werden sind neben beispielsweise Gewürztraminer, Huxel und Morio-Muskat auch der Dornfelder .