Weingut Pfannebecker: Vegane Weine aus zertifiziertem Anbau
Ein Weinberg, dessen Rieslinggeschichte bis ins Jahr 1511 zurückreicht, gehört zu den besonderen Orten des Weinguts Pfannebecker. Eine Handschrift vom Martinstag jenes Jahres belegt den Anbau im Sankt Georgenberg. Damit gilt sie als ältestes erhaltenes Dokument eines Rieslingweinbergs. Heute wachsen an dem sanft ansteigenden Südhang Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder. Wind sorgt auch an warmen Tagen für Kühlung, während tiefgründige Löss-Lehmböden Wasser speichern und eine langsame Reife begünstigen. Weiterlesen
Die Familie Pfannebecker betreibt seit Jahrhunderten Weinbau im südlichen Rheinhessen. Den heutigen Gutshof am Rand von Worms-Pfeddersheim errichtete Wolfgang Pfannebecker 1960, nachdem der Betrieb im alten Ortskern zu eng geworden war. Seit dem Jahrgang 2003 verantwortet sein Enkel Max den Ausbau und die Stilistik der Weine. Nach seiner Ausbildung zum Weinbautechniker übernahm er 2006 den Familienbetrieb. Unterstützt wird er von seiner Frau Susanne, die bereits seit 2004 an seiner Seite arbeitet.
Riesling sowie weiße und rote Burgundersorten bilden den Kern des Sortiments. Hinzu kommen Goldmuskateller, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Syrah. Eine besondere Parzelle liegt im Pfeddersheimer Hochberg. Dort pflanzte Wolfgang Pfannebecker 1960 eine heute kaum noch verbreitete Gewürztraminerselektion. Die alten Reben bringen inzwischen nur kleine Mengen hervor. Jeder weitere Jahrgang aus dieser Anlage besitzt deshalb für die Familie einen besonderen Wert. Im Kreuzblick wachsen die Burgundersorten auf schweren, mineralreichen Lehmlössböden in einer sonnenreichen Südlage.
Seit 2007 werden die Weinberge nach zertifizierten Richtlinien bewirtschaftet, zugleich hat die Familie den Anteil der Handarbeit erhöht. Der Rebschnitt erfolgt von Hand, jeder Stock wird dabei einzeln beurteilt. Auch während der Vegetationszeit und bei der Auswahl der Trauben bleibt sorgfältige Handarbeit entscheidend. Sämtliche Weine des Weinguts Pfannebecker sind vegan ausgebaut.
Im Keller werden die Trauben sanft gepresst und spontan mit ihren eigenen Hefen vergoren. Der Ausbau erfolgt im Stahltank oder im Eichenfass, anschließend bleiben die Weine bis zur Abfüllung auf der Feinhefe. Weiße Orts- und Lagenweine reifen ein Jahr, rote Gewächse zwei Jahre. Auch den Winzersekt erzeugt die Familie vollständig selbst. Nach der Flaschengärung liegt er mindestens neun Monate auf der Hefe und wird anschließend täglich von Hand gerüttelt.