Weingut Schnell-Aisenbrey: Jugend und Naturnähe über einen kleinen Umweg
Im Herzen von Rheinhessen liegt das Weingut Schnell Aisenbrey. Hier werden auf fünfzehn Hektar Rebfläche die verschiedensten Sorten angebaut und später unter dem feinfühligen Einsatz moderner Technologien zu naturnahem Wein gekeltert. Die Tradition kommt trotz des jungen, visionären Weinstiles nicht zu kurz, denn die Familie Schnell Aisenbrey hat eine lange Geschichte. Weiterlesen
1972 erwarb Kurt Schnell die Weinberge des Winzers Wilhelm Schich und erbaute dort sein eigenes Weingut. 1978 entstand der Name “Schnell Aisenbrey“ durch eine Heirat. Fünfzig Jahre später kaufte Katharina Kruppenbachers Familie das Weingut Schnell Aisenbrey auf und holte es somit zurück in den Besitz der Familie - denn Wilhelm Schich war Katharinas Urgroßvater. Seit Juli 2020 führt Katharina das Weingut Schnell Aisenbrey gemeinsam mit ihrem Ehemann Jan Kristof Schmidt.
Die jungen Hände, in die es kürzlich gelangt ist, haben das Weingut Schnell Aisenbrey innovativ und modern gestaltet. Katharina und Jan führen den Betrieb mit Begeisterung für den Wein und einem hohen Anspruch, dem sie stets gerecht werden wollen. Die Bewirtschaftung der Weinberge erfolgt umweltschonend und nachhaltig mit großem Respekt vor der Natur. Der Rebschnitt, wichtige Laubarbeiten, das Ausdünnen und die selektive Lese sind bedeutsame Methoden zur Ertragsreduktion. Nach dem sensiblen Einsatz der modernen Technik und der Verbindung mit langjähriger familiärer Erfahrung entstehen im Weingut Schnell Aisenbrey Weine, die das einzigartige Terroir am Gaumen erlebbar machen.
Die besten Lagen, geprägt von Kalkmergel, Terra Fusca und Lösslehm, im Weingut Schnell Aisenbrey sind die sonnigen Hänge Goldberg und Hasensprung. Auf dem kargen Kalksteingeröll der Südhänge gedieh beispielsweise die 2016er Cuvée Romantic, ein trockener Wein aus Chardonnay und Grauburgunder. Sie punktet vor allem mit einem verlockenden Schmelz und dem Aroma von reifer Honigmelone. Von erzhaltigen Böden und der starken Hitze des Sommers 2018 hingegen profitiert der 2018er Grauburgunder, ein dichter und fülliger Wein mit feiner Restsüße und charismatischen Kraft. Rotweinfreunde finden ihre Erfüllung eventuell in dem gehaltvollen, reifen 2015er Spätburgunder. Die kräftigen Tannine und das präzise Waldbeerenaroma wurden bei der Landesweinprämierung 2016 sogar mit Silber ausgezeichnet.