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Geldermann Privatsektkellerei: Traditionelle Flaschengärung mit französischen Wurzeln

Die Geschichte der Geldermann Privatsektkellerei beginnt 1838 in der Champagne. Damals reisten William Deutz und Peter Geldermann nach Frankreich, um Wein einzukaufen. Die Region, ihre Lebensart und die Kunst der Schaumweinbereitung hinterließen einen so starken Eindruck, dass die beiden im Ort Aÿ eine eigene Kellerei gründeten. Damit legten sie den Grundstein für eine Sekttradition, die bis heute fortgeführt wird. Weiterlesen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand zunächst eine Niederlassung im elsässischen Hagenau. Nach dem Ersten Weltkrieg zog die Kellerei schließlich nach Breisach am Rhein. Dort boten die weitläufigen Keller unter dem Schlossberg genau die Bedingungen, die für eine langsame Reifung nötig sind. Bei konstanten Temperaturen von rund 13 Grad Celsius können die Sekte über mehrere Jahre auf der Hefe liegen und dabei ihre feine Perlage und vielschichtige Aromatik entwickeln.

Auch nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hielt Geldermann an seiner Tradition fest. Bereits 1947 wurde die Produktion wieder aufgenommen. Seit 2003 gehört die Privatsektkellerei zur Rotkäppchen Mumm Gruppe, führt ihre deutsch französische Geschichte jedoch mit unverändertem Qualitätsanspruch weiter.

Für die Cuvées werden ausgewählte Grundweine sorgfältig verkostet und miteinander verschnitten. Dabei kommen auch Reserveweine zum Einsatz, um den Stil der einzelnen Sekte über die Jahre hinweg zu bewahren. So entstehen Cuvées mit Frische, Struktur und feiner Balance.

Die Herstellung erfolgt nach traditioneller Flaschengärung. Nach der zweiten Gärung ruhen die Sekte mindestens zwei Jahre auf der Hefe, einzelne Qualitäten auch deutlich länger. Erst danach werden die Flaschen gerüttelt und degorgiert. Diese lange Reifezeit und die präzise Arbeit im Keller verleihen den Geldermann Sekten ihre feine Perlage und ihren eleganten, verlässlichen Stil.