Barbera - Königin des Piemont
Barbera Weine reichen von spritzigen, erfrischenden Sommerweinen über elegante, feine Rotweine von tief-rubinroter Farbe bis hin zu opulenten Qualitätsweinen höchster Stufe. Darunter fällt auch derBarbera d’Asti, welcher 2008 die Qualitätsstufe DOCG (Denominatione di Origine Controllata e Garantita) erhielt.BarberaWeine besitzen ein hohes Lagerpotential und erhalten durch den Ausbau im Barrique eine gewisse Süße im sonst säurebetonten Wein. Weiterlesen
In den DOC und DOCG Anbaugebieten wie Barbera del Monferrato Superiore wird ein sortenreiner Barbera Wein gewonnen. Der Barbera del Monferrato wird als der kleine Bruder des Barbera d'Asti bezeichnet. Er weist die besten Barbera-Qualitäten auf. Sortenreine Barbera Weine stammen auch aus der DOC Barbera d'Alba und Barbera d'Asti sowie aus der Lombardei (Oltrepò Pavese ) und aus der Emilia Romagna (Colli Piacentini).
Die Rebsorte Barberaist nach dem Sangiovese und dem Mantepulciano die drittwichtigste rote Rebsorte in Italien, wobei sie auch dort ihren Ursprung hat. Bereits im 13. Jahrhundert wurde sie in Monferrato angebaut und blickt auf eine lange Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen zurück. Ende des 19. Jahrhunderts behauptete sich Barbera besonders, um nach der Reblausplage die Rekultivierung zu meistern. Barbera ist eine stark wüchsige und sehr ertragreiche Rebsorte. Ohne Ertragsreduzierung können mit Barbera Erträge von 150 Hektoliter je Hektar erzielt werden. Die Anbaufläche alleine im Piemont beträgt rund 28.000 Hektar.
Bezüglich der Bodenbeschaffenheit zeigt sich die Rebsorte Barbera genügsam und erbringt auf den meisten Lagen hohe Erträge, so zum Beispiel auf Kalkböden und Mergel. Sandige Lagen führen zu einer natürlichen Ertragsregulierung, was sich positiv auf den späteren Wein auswirkt. Die mäßige Resistenz gegenüber Krankheiten zählt auf der anderen Seiten nicht zu den Stärken dieser Rotweinrebsorte. Barbera wird außerhalb Italiens auch in Deutschland, Griechenland, Osteuropa und in Mittel- und Südamerika angebaut. In Italien wird Barbera nur selten sortenrein ausgebaut, sondern meist als Verschnittpartner genutzt.
Barbera Wein kann mit konsequenter Ertragsregulierung zu kraftvollen, vollmundigen Rotweinen verarbeitet werden. Von Natur aus besitzen diese Weine einen hohen Säureanteil und relativ geringe Tanninwerte. Mit einem Alkoholgehalt von bis zu 14% zählen Barbera Weine zu den gehaltvolleren Rotweinen. Im Duft erinnern sie an Pflaume, Kirsche, Johannisbeere, reife Weichseln sowie Schokolade, Tabak und Gewürze. Ohne Ertragsregulierung erhält man zumeist leichtere Weine, die sich ideal als erfrischende Terrassenweine eignen.
FAQ Barbera Wein
Wie schmeckt Barbera?
Der Wein zeigt eine schöne rubinrote Farbe und zeichnet sich durch einen fruchtigen Geschmack aus. Er überzeugt mit Aromen von Wildkirsche und Pflaumen. Die Säure ist knackig zu nennen und die Tannine sind gering. Fülle und Weichheit verleiht der Ausbau im Barrique dem Rotwein. Er wirkt, trotz des geringen Gerbstoffgehalts weder flach noch eintönig und gilt heute, nach dem Montepulciano und dem Sangiovese als drittwichtigste Rebsorte Italiens.
Welche Weine werden aus Barbera gemacht?
In den DOC und DOCG Anbaugebieten wie Barbera del Monferrato Superiore wird ein sortenreiner Wein gewonnen. Der Barbera del Monferrato wird als der kleine Bruder des Barbera d'Asti bezeichnet. Er weist die besten Barbera-Qualitäten auf. Sortenreine Barbera Weine stammen auch aus der DOC Barbera d'Alba und Barbera d'Asti sowie aus der Lombardei (Oltrepò Pavese ) und aus der Emilia Romagna (Colli Piacentini). In anderen Weinanbaugebieten wird die Barbera Nera gerne zum Verschnitt genommen.
Woher kommt die Barbera Traube?
Ursprünglich stammt die Rebsorte aus dem italienischen Piemont. Genaugenommen aus Monferrato, wo sie bereits im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt wird.
Was bedeutet DOCG/ DOC auf Weinen?
DOC heißt ausgeschrieben „Denominazione di Origine Controllata“, DOCG bedeutet „Denominazione di Origine Controllata e Garantia“. Dies bedeutet, dass der Wein eine geschützte Herkunftsbezeichnung hat und unter strengeren Qualitätskontrollen im Bereich Ernte, Vinifizierung und Abfüllung hergestellt wurde. Die Anforderungen von DOCG Weinen sind noch etwas strenger, als bei den DOC Weinen.