Der unbeliebte Gast am Tag danach - der Kater!

Jeder kennt es, jeder hasst es, doch man hat ihn immer wieder: den Kater am Tag danach! Verbunden mit Kopfschmerzen und Übelkeit graut es einem nach einem Abend mit zu vielen Gläsern Wein.

Doch woher kommt der Kater? Warum hat man nicht nach jedem Abend einen Kater? Was kann man dagegen tun? Und warum tun wir es immer wieder?

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Kater:

1. Woher kommt der Kater?

Ganz einfach: man hat zu viel Alkohol getrunken. Doch was passiert in meinem Körper? Im Allgemeinen verarbeitet der Körper den Alkohol viel langsamer als wir vermuten. Alkohol wird zu 90% von der Leber verarbeitet, diese kann jedoch nur acht bis zehn Gramm pro Stunde abbauen - dies entspricht in etwa der Menge, die ein Glas Wein enthält. Die Leber produziert das Enzym ADH (Aldehyd-Dehydrogenase), welches den Alkohol in den gefährlichen Acetaldehyd und danach in Essigsäure zerlegt. Die Essigsäure wird ausgeschieden, Acetaldehyd gelangt in den Blutkreislauf und der Alkoholpegel steigt. Schwindel und Benommenheit sind eventuelle Folgen, da Acetaldehyd über die Blutbahn in stark durchblutete Teile des Körper, etwa ins Gehirn, transportiert werden. Zudem steigt der Flüssigkeitsdruck im Gehirn und Acetaldehyd dringt direkt ins Gewebe.

2. Vertragen Männer eigentlich mehr Alkohol als Frauen?

Ja und nein zugleich. Insgesamt können Männer Alkohol schneller abbauen, weil sie deutlich mehr ADH produzieren. Neben ADH wird zudem das Enzym MEOS (mikrosomales Äthanol-oxidierendes System) produziert, welches normalerweise nur 5% der aufgenommenen Alkoholmenge abbaut. Je öfter man trinkt, desto stärker steigt dieses System - bis zu 30% (Was nicht heißen soll, dass man die 30% erreichen soll). Wenn bei einer Frau also MEOS produziert wird, kann es sein, dass der Alkohol schneller abgebaut wird, als bei einem Mann bei dem kein MEOS produziert wird.

glas wasser

3. Gibt es weitere Faktoren?

Ja, denn es geht beim Abbauen von Alkohol nicht nur um die oben genannten Enzyme. Zudem spielt es eine große Rolle, ob und wie viel man vor dem Alkoholgenuss gegessen hat. Wie viel Wasser man zwischendurch getrunken hat, wie alt und wie schwer man ist, sind weitere Faktoren. Je älter man ist, desto weniger Flüssigkeit hat man im Körper. Somit verträgt man nicht mehr so viel wie in den jüngeren Jahren. Zudem arbeiten Leber und Stoffwechsel langsamer.

4. Andere Gründe der Kopfschmerzen?

Die Kopfschmerzen am nächsten Tag hängen nicht immer mit der Menge des getrunkenen Weins zusammen. Ein weiterer Bestandteil im Wein lässt sie nämlich auch entstehen: Schwefel. Menschen, die auf dieses chemische Element allergisch reagieren, haben dann mit Bauch- und Kopfschmerzen zu kämpfen.
Des Weiteren kann Histamin zu Kopfschmerzen führen. Histamin ist ein Nebenprodukt beim biologischen Säureabbau (BSA). Rotweine enthalten also alle Histamine - diese Weine sind für Menschen, die gegen Histamin allergisch sind eher keine gute Option. Normalerweise kann ein Mensch eine Dosis von 10 mg Histaminpro Tag verarbeiten. Falls dann doch etwas mehr zu sich genommen wird, kann dies zu Problemen führen. Menschen, die empfindlich darauf reagieren, müssen dann mit Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwitzen und Atemproblemen kämpfen.

5. Wie kann man nun den Kater richtig vorbeugen?

  • Nicht auf nüchternen Magen trinken: Also am besten eine ordentliche Grundlage schaffen und bitte genügend Essen zu sich nehmen.

  • Viel Wasser trinken: Eine Faustregel besagt, nach jedem alkoholischen Getränk ein Nicht-alkoholisches Getränk zu trinken. Dies hält den Körper hydriert und das Blut bleibt dünnflüssig. So können Kopfschmerzen vorgebeugt werden.

  • Richtige Alkoholwahl: Diese ist extrem wichtig, da beispielsweise minderwertiger Alkohol Methanol enthält und dieser Kopfschmerzen schneller herbeiführt und Alkohol mit viel Zucker gleichzeitig schneller ins Blut geht.

  • Bleiben Sie bei einem Getränk: Sie sollten besser nicht verschiedene alkoholische Getränke durcheinander trinken. Dabei behalten Sie zusätzlich den Überblick über Ihren Konsum.

  • Vor dem Schlafengehen Wasser trinken: Wer vor dem Schlafen gehen etwa 0,5 Liter Wasser trinkt, senkt die Wahrscheinlichkeit des Katers am nächsten Morgen.

6. Was kann ich gegen den Kater machen, wenn er dennoch auftritt?

  • Wasser: Wasser ist wohl der Retter Nummer 1 am Tag danach. Da Alkohol dem Körper Flüssigkeit entzieht, sollte man mindestens ein Glas pro Stunde zu sich nehmen. Je mehr Flüssigkeit dem Körper zugeführt wird, desto mehr Magnesium nimmt der Körper auf und desto stärker werden die Nieren angeregt.

  • Essen: Nicht nur vor dem Alkoholgenuss eine gute Idee, sondern auch wenn der Kater schon angeklopft hat. Kalorienhaltiges Essen, Lachs, Salzstangen oder Honig sind dabei gute Alternativen. Deftiges Essen hilft die Übelkeit zu minimieren, Lachs (oder für alle Harten unter uns: Rollmops) bringt wichtige Mineralien in den Körper zurück, Salzstangen beruhigen den flauen Magen und Honig hilft, den Alkohol schneller abzubauen.

  • Vitamine: Nahrungsmittel mit Vitaminen sind wohl der gesündeste Gegner des Katers. Der Vitamingehalt hilft den Haushalt wieder auszugleichen und entstandene Histamine sowie Alkohol abzubauen. Also am besten all das frische Obst in den Mixer rein und einen leckeren Smoothie trinken.

  • Eiweiß: Die in Fisch oder Hühnerfleisch enthaltenen Aminosäuren helfen der Leber.

  • Sauerstoff: Den ganzen Tag im Bett liegen und sich selber bemitleiden? Nein, das ist keine Lösung! Am besten sollte man sich an die frische Luft begeben und mit einem Spaziergang den Kreislauf in Schwung bringen. Falls das Haus doch nicht verlassen werden kann, sollte man wenigstens ab und zu das Fenster öffnen.

7. Was sollte man am besten nicht machen gegen Kater?

  • Koffein: Flüssigkeit sollte dem Körper zugeführt werden, doch bitte nicht in Form von Kaffee. Dieser entzieht dem Körper nämlich die Flüssigkeit wieder und ist also eher kontraproduktiv.

  • Zucker: Nahrungsmittel mit viel Zucker machen die Kopfschmerzen noch schlimmer.

  • “Konterwein”: Zwar sagen viele, dass der Kater am besten mit dem Getränk bekämpft werden soll, mit dem er zustande gekommen ist - doch das ist eine große Lüge. Im ersten Moment denkt man zwar, man überwindet somit den Kater, doch wenig später schlägt er noch stärker zu. Also Finger weg von Alkohol nach einem Kater!

Fun Wine Party

Ob und wie man also den Kater beeinflussen kann, hängt von verschiedensten Aspekten ab. Am Ende sollte der Alkoholgenuss keine Tortur für den Körper sein, also behalten Sie unsereTippsim Hinterkopf. Und vergessen Sie dabei den Spaß nicht!

Falls Sie noch Weine für Ihren nächsten Kater suchen, finden Sie hier unsere aktuellen Angebote.

 

Ihr WirWinzer Team