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Blauer Silvaner, fasziniert mit seinem unverkennbaren Geschmack

Die weiße RebsorteBlauer Silvaner wird heute nur sehr selten angebaut und gilt teilweise als Ursprungsrebe des Silvaners oder dessen Mutation. 1964 wurde Blauer Silvaner aus Grünem Silvaner gezüchtet und im Jahre 1984 in Deutschland als Ertragsrebsorte zugelassen. Zurzeit ist nur ein einziger Klon in der Rebschule Steinmann in Sommerhausen erhalten.

Die Sorte Blauer Silvaner gedeiht in deutschen Weinanbaugebieten am besten in Franken und Rheinhessen und erreicht seine Bestform auf Muschelkalkböden. In der Region Saale-Unstrut versuchen Forscher und Winzer aus über 100 Jahre alten Stöcken einen weiteren Klon zu züchten. In frostsicheren Lagen liefert die - im Wuchs kräftige und spät reifende - Rebsorte Blauer Silvaner dank starker Blütenfestigkeit hohe Erträge. Die Weinstöcke tragen zwittrige Blüten, sind selbst fruchtend und besitzen den ökonomischen Vorteil ohne keine Erträge liefernde, männliche Pflanzen auszukommen.Der Weißwein der Rebsorte Blauer Silvaner reift ca. Anfang bis Mitte Oktober. Blauer Silvaner wurde bereits bei nationalen Weinverkostungen ausgezeichnet. Er fasziniert durch seine Mischung aus mineralischen, sehr feinen Bitterstoffen, Hefearomen und eine Würze, die zwischen Tee und Tabak angesiedelt ist. Blauer Silvaner mundet fränkisch-trocken und ehrlich.

Allein schon aus Gründen der Gefälligkeit passt Blauer Silvaner zu einer Vielzahl an Gerichten. Servieren Sie diesen herben Genuss am besten zu regionaler Küche, in der die Namen vieler Speisen auf "-li" enden: Blauzipfli, Knäuderli, Meefischli, Rippli oder reichen Sie diesen Wein zu allen Süßwasserfischen und Spargelgerichten oder Kalb.

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