WürzburgDer Würzburger Verein Stein-Wein-Pfad hat in den letzten Jahren einiges an Energie in die Aufgabe investiert, den Würzburger Stein und die dort produzierten Weine einer Erneuerungskur zu unterziehen.
Unter den Weinkennern zählt der Würzburger Stein, mit einer Rebfläche von 83 Hektar Deutschlands größte zusammenhängende Weinlage, zu einer der besten Lagen weltweit und gilt als das Aushängeschild der fränkischen Weinproduktion.

Im Jahre 2000 gründete sich in Würzburg der Verein Stein-Wein-Pfad. Zu den Mitgliedern zählen die dort ansässigen Winzer, der Main-Franken-Kreis, das Hotel Steinburg sowie der Wirtschaftsbetrieb Congress Tourismus Würzburg.
Der alte „Weinlehrpfad“  direkt am Würzburger Stein sollte wieder zum Leben erweckt werden und die Lage sollte einen Aufstieg zum Erholungsgebiet erfahren. 2005 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem unter enger Zusammenarbeit mit Architekturstudenten der Fachhochschule Würzburg ein Informations-Pavillon (Gesamtwert 55.000 Euro) errichtet wurde. Von diesem Punkt ausgehend werden auf der vier Kilometer langen Weinstraße, die Besucher durch 24 Stelen über alles Wissenswerte rund um den Würzburger Stein aufgeklärt. Auch landschaftlich wurde einiges verändert. Man sieht Pappeln und Stileichen, an den Rebflächen wachsen Sträucher und Rosenbüsche.

Für die Zukunft hat sich der Verein einiges vorgenommen. In diesem Jahr sollen stetig Führungen durch die Lage stattfinden. Dafür wurden speziell geschulte Weindozenten mobilisiert. Ins Auge gefasst wurde auch eine Aufnahme der Lage in das beliebte Programm „Terroir F – magische Orte des Weines“. Zusätzlich versuchen die Verantwortlichen die Landesgartenschau 2018 an den Würzburger Stein zu holen.

Apropos die Verantwortlichen. Zehn Jahre nach der Gründung wechselte nun der Vorstand des Vereins. Mit Horst Kolesch als Vorsitzenden, Robert Haller, Martina Reiss und Peter Oettinger befinden sich bis auf Letzteren Winzer der Gegend im Vorstand. Rolf Richter, der scheidende Vorsitzende, wurde als Dank und Anerkennung für sein Engagement der letzten Jahre zum Ehrenpräsident ernannt.