Was haben das römische Volk und das beschauliche Städtchen Bad Dürkheim gemeinsam? Eventuell vieles, doch seit 1981 auch belegt: die Leidenschaft zum Weinbau. In genau diesem Jahr nämlich, fanden Winzer und Archäologen am Südhang des Weilbergs die Überreste eines römischen Landguts und sogar Teile eines ehemaligen Kelterhauses.
Diese Entdeckung jährt sich 2011 zum 30. Mal und soll gebührend gefeiert werden. Daher wurde für den 24. Und 25. September eine „römische Weinlese“ angekündigt, in deren Rahmen dieses Jubiläum gefeiert wird.

Römer in Bad DürkheimDamals, also 1981, wurden der Grundriss des ehemaligen Herrenhauses und auch weitere Teile verschiedener Wirtschaftsgebäude freigelegt. Bereits vorher rankten sich Mythen über unterirdische Höhlen und versteckte Mauern. Doch mit einem derartig großen Fund hatte keiner gerechnet. Besondere Freude kam bei der Entdeckung eines Kelterhauses, inklusive einem Tretbecken auf. 10 Jahre später wurde in eben diesem Tretbecken „nach 1500 Jahren Betriebsruhe“ (Dr. Fritz Schumann), die Weinproduktion wieder gestartet.

Dann wurden zahlreiche Helfer aufs Programm gerufen. Die Stadt Bad Dürkheim, privater Förderer, Banken, zahlreiche Vereine, die Landesministerien für Kultur und Wirtschaft in Mainz und nicht zuletzt die Ungsteiner Winzer – sie alle packten an um das alte Herrenhaus und natürlich auch das Kelterhaus wieder aufzubauen. Heute ist das Gelände mit Blick über Bad Dürkheim, Treffpunkt und Denkmal der Weinkultur zugleich.

Die Anlage, die in den vergangenen 30 Jahren immer wieder Kulisse für Feste und Feierlichkeiten rund ums Thema Wein war, steht auch heute noch unter ständigen Umbau- und Erhaltungsmaßnahmen. Nachdem im vergangenen Jahr der westliche Bereich der Südmauer erneuert wurde, widmet man sich in diesem Jahr dem östlichen Teil des ehemaligen Herrenhauses. Dafür werden selbstredend, soweit möglich, die Originalsteine verwendet.

Partner-Winzer aus Bad Dürkheim:

Weingut Fitz Ritter