Rheinhessische Herkunftszeichen gab es auf den Weinflaschen aus dem Anbaugebiet Rheinhessen bislang noch nicht. Das wird sich in naher Zukunft ändern. Der Wunsch des rheinhessischen Weinwirtschaftsrates eines solchen Zeichens, wurde von der Agentur Quantum-X umgesetzt und bei einigen Weinen bereits mit einem positiven Effekt getestet. Bei den kürzlich stattgefundenen Agrartagen in Nieder-Olm wurde das Herkunftszeichen erstmals vorgestellt. Nun hofft man auch auf positive Resonanzen der Großbetriebe Rheinhessens.

Für die Zukunft besteht die Hoffnung, dass möglichst viele der Flaschen das Symbol tragen. Zugelassene Rebsorten sind Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Portugieser, Dornfelder und auch Spätburgunder. Diese Rebsorten sind zwar weit verbreitet, heben sich in ihrem Ursprung aus Rheinhessen jedoch von anderen Weinen ab.

Damit trotzdem verhindert werden kann, dass für Rheinhessen eher untypische Weine mit einem solchen Herkunftszeichen ausgestattet werden, müssen sie sich vorher einer Prüfung unterziehen. Nicht nur deswegen ist es fraglich, ob und wie viele der privaten Weingüter bereit sind, sich diesem Trend anzuschließen. Man hofft auf Seiten der Befürworter dieser Werbung auf Akzeptanz bei den Winzern.

Wer seine Weinflaschen mit dem Herkunftszeichen ausstatten möchte, muss einen Cent pro Flasche bezahlen.

Auch aus der Pfalz kennt man ein Herkunftszeichen mit der Bezeichnung „DC Pfalz“. Im rheinhessischen Gebiet legt man allerdings Wert auf eine strikte Trennung dieser beiden Symbole. In der Pfalz gelten andere Bestimmungen bei der Vergabe. Zudem scheint das Herkunftszeichen der Pfalz trotz hoher Qualitätsansprüche bei der Vergabe, eher Flop als Top zu sein.