RieslingDer Riesling zählt unter den in Deutschland gängigen Rebsorten als die bedeutendste und wird daher auch mit der gesamt größten Rebfläche angebaut. Ein Merkmal, dass ihn besonders beliebt macht sind die weitaus höheren Hektarerträge die mit ihm erzielt werden können, ohne Einbußen in der Qualität. Ein weiterer Pluspunkt ist das einzigartige Zusammenspiel aus Säure, Süße und Würze. Das Säuregerüst dient dabei auch einer hohen Alterungsfähigkeit.
Diese Merkmale machen ihn seit weit mehr als 100 Jahren zu einem ständig ernst zu nehmenden Konkurrenten des Bordeaux.

Man vermutet, dass die Ahnen des heutigen Rieslings vor 2000 Jahren am Oberrhein domestiziert wurden. In der Statistik der am häufigsten angebauten Rebsorten führt er heute unangefochten. Lediglich der Müller-Thurgau bedrängte ihn für kurze Zeit. Er ist in beinahe allen deutschen Anbaugebieten beheimatet.

Die besten Voraussetzungen werden dem anspruchsvollen Riesling in warmen und sonnigen Lagen geboten. Allerdings muss das Klima auch kühl genug sein, um den Prozess der Reife nicht zu flott voran zu treiben. Zudem empfiehlt sich der Schutz vor Nordwind und eine Ausrichtung zur Sonne hin. Die Ausrichtung zur Sonne wird dann besonders wirkungsvoll, wenn der Boden in der Lage ist, die Sonnenwärme aufzunehmen und zu speichern.

Der Riesling in seiner typischen Erscheinung ist blassgelb, manchmal sogar bis grünlich. Diese Farbtöne werden umso intensiver, je älter und reifer die Traube ist. Dann ist auch eine goldene Färbung möglich.

Edelsüße Beeren- und Trockenbeerenauslesen sowie Eisweine werden nur in sehr geringen Mengen produziert und zählen daher zu den exklusivsten, leider aber auch zu den teuersten Riesling-Erzeugnissen.