Der Fränkische Weinbauverband setzt stark auf nachhaltiges Wirtschaften und will auf diesem Wege einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Bei der Gebietsversammlung des Fränkischen Weinbauverbandes war eines der Hauptthemen die Verpackung des Frankenweines und ihre Umweltverträglichkeit. Nachhaltigkeit sei zu Zeiten des Klimawandels ein ganz besonders wichtiges Ziel des Fränkischen Weinbauverbandes.

 

Präsident Artur Steinmann (Partnerwinzer auf WirWinzer) legte den Finger in die Wunde und beschrieb den zu hohen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid bei der Weinproduktion. Dabei sei der Ausstoß bei der Herstellung der Flaschen ganz besonders hoch. Im Hinblick auf eine umweltschonende Produktion stieß er die Diskussion über zukünftige Alternativen an. Der Bocksbeutel solle zwar erhalten bleiben, jedoch gilt es zum Beispiel bei der Literflasche über eine andere Lösung nachzudenken. Dabei kam auch der Vorschlag eines Tetrapacks zum Vorschein, wurde jedoch kategorisch abgelehnt. Auch die Möglichkeit es wie bei den Amerikaner mit einer sogenannten „Bag in Box“ zu versuchen, wurde diskutiert.

 

Die Wahl einer Alternative will sehr gut überlegt sein. Schließlich hat sich Franken in den letzten Jahren zu der beliebtesten Deutschen Anbauregion gemausert. Nicht nur der Wein sei hoch geschätzt, sondern Dank seiner schönen Landschaft ist das fränkische Weinanbaugebiet auch für den Tourismus immer interessanter geworden.

 

Für die Zukunft sei die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie von großer Bedeutung. Zum Beispiel halten einige Vertreter des Fränkischen Weinbauverbandes eine Begrünung zwischen den Rebstöcken für ein absolutes Muss.

 

Auch der geplante Wegfall des Anbaustopps für 2015 müsse verhindert werden, forderte der Geschäftsführer des Fränkischen Weinbauverbandes Hermann Schmitt. Die traditionellen Weinberglagen würden mit dem Wegfall des Anbaustopps bedroht und auch die Qualität der Weine könnte stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu erwartet man in diesem Falle auch eine Überschwemmung des Weinmarktes.

 

Es gibt also viel zu diskutieren in Franken. In naher und in ferner Zukunft.


Geschrieben in Wein & mehr von Steve