weinNach deutschem Recht muss jede Weinflasche mit einem Gütesiegel gekennzeichnet sein. Tafel- oder Landwein, Qualitätswein bestimmter Gebiete oder ein Qualitätswein mit Prädikat. Zudem gibt es Zulassungspflicht für Weinberge. Der Anbau bestimmter Sorten und die Zuordnung der Güteklassen erfolgt erst mit behördlicher Anerkennung. Deutscher Tafelwein darf so nur in Deutschland geerntet werden. Insgesamt gibt es fünf Gebiete, in denen sie produziert werden. Die nächste Stufe ist deutscher Landwein. Er stellt die gehobene Stufe des Tafelweines dar. 19 Landweingebiete existieren hierzulande. Tafel- und Landweine machen nur zwei bis vier Prozent der deutschen Weinproduktion aus.

Die meisten deutschen Weine gehören zu den Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete - QbA. Jene dürfen nur aus den dreizehn gekennzeichneten Gebieten stammen und müssen auf das Merkmal überprüft werden. Erst dann darf die Bezeichnung QbA auf das Etikett.

Weiterhin besteht die Kategorie Qualitätsweine mit Prädikat, kurz Prädikatsweine. Diese dürfen nicht angereichert sein, sind deshalb auch eine deutsche Besonderheit. Hier gelten höchste Qualitätskriterien im Hinblick auf Art, Reife, Harmonie und Eleganz. Es gibt sechs verschiedene Prädikate, nur eines darf auf das Etikett. Kabinett ist das wohl bekannteste.

Als Spätlese bezeichnet man Weine mit vollreifen Trauben. Spät aus dem Grund, dass sie eben später als die normale Ernte vom Rebstock genommen werden. Reife und charmante Weine entstehen, die sehr wohl stark im Geschmack sind.

Die Auslese hingegen wird aus unreifen Beeren gewonnen, wobei sie dennoch gesund sind. Eine hohe Dichte an Aromen ist hier stets Charaktermerkmal. Auch an Süße mangelt es meist nicht.

Überreife, überfaule Beeren werden zu vollen, fruchtigen Weinen verarbeitet - die Beerenauslese. Sie sind recht selten und gelten als süßer Dessertwein. Sie haben ein gutes Alterungspotenzial.

Die höchste Prädikatsstufe stellt die Trockenbeerenauslese dar. Die Beeren sind hierbei schon rosinenartig eingeschrumpft. Edelfaul ist hier der Begriff. Süß, fast schon honigartig, sind diese Weine ein ganz besonderes Trinkerlebnis und kommen meist als Aperitif zum Einsatz.

Letztlich gibt es noch die Eisweine. Sie sind besonders rar und werden aus Trauben gewonnen, die mindestes eine Beerenauslese sind. Sie werden nur im gefrorenem Zustand gelesen und gekeltert. Dies bewirkt, dass nur zucker- und aromahaltige Konzentrate herausgepresst werden. Es entsteht eine außergewöhnliche Süße.

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